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Nach langen Experimenten und ersten Ergebnissen, werde ich meine eigene GUI Bibliothek einstellen. Aktuell überlege ich wie es mit Peopleedit weiter geht. Da gerade alternative Systeme wie Haiku und AmigaOS4 anfangen Qt(>=4.5) zu unterstützen, bin ich am überlegen zukünftige Versionen damit zu entwickeln.

Mein Problem ist nun wirklich, das Systeme wie AROS Qt nicht unterstützen und dagegen die Entwicklung einer eigenen Bibliothek zu aufwendig ist. Daher such ich einen Mittelweg. Bin aber gerne für Ideen aufgeschlossen.


Einstieg


Nach einiger Zeit des schauen und Testens hab ich mich dazu entschlossen diesen Artikel zu verfassen. Ich mag die Idee hinter Haiku, also ein einfaches und schnelles System zu erstellen. Auch soll es zu BeOS R5 kompatibel sein. Da ist schon die erste Frage die in mir auf kommt. Warum kompatibel zu einem OS sein, welches schon seit fast 8 Jahren tot ist? Klar es gibt einige alte BeOS Anwendungen die sehr gut waren. Aber sollte man sich nicht wirklich darauf konzentrieren das System zum stabilen Laufen zu bekommen? Ich finde das man sich auf das wesentliche konzentrieren sollte. Dies ist erstmal ein stabiles Basis System. Danach kommen Anwendungen. Denn ohne Anwendungen wird kaum jemand das System nutzen.


Die Anwendungen


Nun hier kommen wir zum alten BeOS Problem. Es gibt kaum stabile und aktuelle Anwendungen. Das Office GoBe Productive ist sehr alt und kann daher mit vielen aktuellen Formaten nicht umgehen. Auch fehlen viele weitere Sachen. Mich beunruhigt dabei die nicht vorhandenen Bibliotheken zur Entwicklung von plattformunabhängigen Anwendungen. Gerade sie würden das portieren von Unix Anwendungen vereinfachen und gerade dort gibt es einen reichen Fundus an Software. Als Programmierer stelle ich mir die Frage womit soll ich unter Haiku programmieren. Ich bin es von anderen Systemen gewohnt das mich die Entwickler mit IDEs überhäufen und hier sehe ich nichts. Ok, es gibt die alte BeIDE, welcher aber mehr ein aufgebohrter Editor ist und auch schon 96 nicht unbedingt die Beste. Neben dem das Haiku noch im Pre Alpha Stadium ist, ist das nicht gerade eine gute Voraussetzung um neue Entwickler anzulocken.


Die Community


Auch hier ist nicht alles so toll wie es gerne mal beschrieben steht. Sie ist zwar gerne sehr hilfsbereit, doch wenn die Meinung mal von der gültigen BeUser Meinung abweicht, so gibt es schnell streit und Beleidigungen. Auch wird gerne gegen Linux und Zeta gewettert. Zeta ist Böse da es ja illegal ist und somit müssen die letzten User wohl mit bösen Blicken leben. Auch ist Linux gerne das Böse in Person. Gerade die Diskussion um Deskbar Startmenü hat gezeigt das etwas wie in Linux per se nicht gut sein kann. Warum? Weil es jemand einfach angenehmen findet wenn seine Anwendungen in Kategorien eingeteilt sind? Es scheint mir beinahe so als wenn hier etwas Weitsicht fehlt. Wenn man viele Anwendungen zur Auswahl hat, dann kann man auch viele Installieren und genau dann wird das aktuelle Menü recht unübersichtlich. Also ist die obere Variante doch eine Idee das zu lösen. Muss man da gleich mit beleidigenden Kommentaren um sich werfen?


So etwas muss sich in einer offenen Community ändern. Freundlichkeit ist der erste Schritt neue Nutzer zu gewinnen. Man bedenke immer es lesen deutlich mehr mit als mitschreiben. Also vergrauelt nie potentielle Nutzer.


Geschwindigkeit über alles


Nach ein paar interessanten Diskussionen über Open Office, Java und Mono kristallisierte sich doch eine starke Meinung heraus. Viel Nutzer wollen lieber damit Leben das sie keine Anwendungen haben als das sie etwas auf Geschwindigkeit verzichten. Die steht im starken Kontrast zu den Nutzern auf anderen Systemen. Hier will man die Anwendung nutzen und wenn sie mehr Ressourcen fordert, so muss man sie bereit stellen oder sich eine andere Anwendung suchen. Ein Opfer muss nunmal gebracht werden wenn man Anwendungen wie Eclipse will. Denn die Ressourcen um all die Anwendungen neu zuschreiben fehlen komplett. Es fehlen ja schon Ressourcen für die Entwicklung des Grundsystems.



Fazit


Die war nun mein kleiner Ausflug in die Problemwelt von Haiku. Hier möchte ich an die Community appelieren und sie Fragen was sie nun möchte. Wollt ihr ein schönes schlankes OS auf dem es keine Software gibt und für das auch kaum jemand Entwickeln will oder wollt ihr doch lieber ein paar Ressourcen opfern um doch ein für viele nutzbares OS zu schaffen. Auch Be Inc hat dies nicht Verstanden. Denn nur die Anwendungen definieren ein OS. Wenn es keine Anwendungen für das OS gibt, so gibt es auch keinen Anwendungsbereich für das System.



Dies waren nun ein paar Gedanken von mir.